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Mut... ein Schritt raus aus der Komfortzone

  • harmoniasheila
  • 7. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Der Januar wird oft als Neubeginn gefeiert. Als hätte man mit dem Wechsel des Kalenderjahres automatisch neue Energie, neue Klarheit und einen neuen Start. Für mich fühlt sich das nicht stimmig an. Das Leben, die Tiere und auch wir selbst folgen dem Rhythmus der Natur und keinen künstlichen Daten.


Ich schreibe diesen Text Anfang Januar, mit Blick auf das neue Kalenderjahr, ja, aber ohne den Anspruch, dass jetzt alles neu beginnen muss. Ohne neue Ziele oder neue Vorsätze. Dieser Monat ist für mich eher ein Übergang, ein leiser Raum zwischen dem Alten und dem, was sich erst noch zeigen will. Und genau in diesem Raum durfte ich etwas Entscheidendes Lernen: eine Begegnung mit meinem Mut.



Ich habe etwas getan, das mich viel Überwindung gekostet hat.


Zum ersten Mal habe ich mich selbst offensichtlich in der Öffentlichkeit gefilmt.

Kein geschützter Raum, kein Rückzug – sichtbar, präsent, echt.

Schon in dem Moment, in dem ich auf „Aufnahme“ gedrückt habe, begann mein Herz zu klopfen. Mein Körper schaltete direkt in den Alarmmodus. Genau so, als würde eine echte Gefahr drohen. Dabei war es „nur“ eine Kamera. Doch mein Nervensystem kannte diese Situation nicht. Ich war ausserhalb meiner Komfortzone... und das war deutlich spürbar.


Ich ertappe mich oft dabei, mir viel zu viele Gedanken über Dinge zu machen, die es eigentlich gar nicht wert sind, so viel Energie in sie zu investieren. Ich male mir Szenarien aus, überlege, was passieren könnte, was andere vielleicht denken könnten. Doch wenn ich ehrlich bin, ist es noch nie so gekommen. Diese Vorstellungen existieren meist nur in meinem Kopf, nicht in der Realität.


Und dann kommt dieser Moment:

Der Moment, in dem man den Mut zusammennimmt. In dem man über den eigenen Schatten springt. In dem man es mit der Angst tut.

Was danach bleibt, ist ein Gefühl, das sich kaum in Worte fassen lässt.

Eine tiefe Erleichterung. Stolz. Weite. Dieses Gefühl ist so viel grösser und kraftvoller als die Angst, die vorher da war.


Mut bedeutet für mich nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, der Angst zu begegnen und mit ihr weiterzugehen. Schritt für Schritt. In dem eigenen Tempo.

Vielleicht ist Mut auch genau das: sich selbst immer wieder zu erlauben, neue Erfahrungen zu machen. Auch wenn das Herz klopft und der Körper rebelliert.

Und vielleicht ist das eine Einladung (auch für dich) hinzuspüren, wo dein nächster kleiner mutiger Schritt auf dich wartet.


Ich möchte mit genau diesem Gefühl durch das neue Jahr gehen. Nicht mit neuen Vorsätzen, nicht mit Listen voller „Ich sollte“ oder „Ich müsste“. Sondern mit einer inneren Haltung. Mit der Erinnerung daran, wie es sich anfühlt, mutig zu sein.


Mein Motto für dieses Jahr lautet: Das Gefühl nach dem Mut ist immer stärker als die Angst davor.

Die Angst darf da sein. Sie gehört dazu. Sie zeigt, dass wir Neuland betreten. Doch sie muss uns nicht aufhalten. Mach es mit der Angst... aber mach es auch mit Mut.

Denn auf der anderen Seite wartet oft genau das Gefühl, das wir uns eigentlich wünschen: Freiheit, Lebendigkeit und Vertrauen in uns selbst.


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